Susan Rockefeller: Eine Frau schwimmt gegen den Strom / Teil 1

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Die Rockefellers: eine Familiendynastie die wohl zur Einflussreichsten und gleichzeitig Verschwiegensten Amerikas gehört. Mit Ihnen verbindet man großen Reichtum – aber auch großzügigste Philanthropie. Zu ihren Stiftungen gehören u.a. das Rockefeller Center, das Museum of Modern Art, unschätzbare Kunstwerke, diverse Universitäten und Nationalparks. Skandale sind ihnen fremd. Sie leben zurückgezogen und meiden die Öffentlichkeit. Doch jetzt macht Susan Cohn-Rockefeller (56), die Frau von David Rockefeller, des Clan Oberhaupt der Finanzdynastie, für mich eine Ausnahme.

Wir treffen uns im 33. Stock des Hotels Mandarin Oriental in New York zum Frühstück. Sie ist auf die Minute pünktlich und bis auf ihre azurblaue Handtasche von Red Krakoff ganz in schwarz weiß gekleidet. Sie wirkt zart, ist ungeschminkt! Sie bestellt sich einen Chia Pudding und frisches Obst, während ich zu einem Schoko Brownie greife. „Leben Sie immer so gesund?“ will ich von ihr wissen. Sie lacht. „Früher hab ich nicht so sehr auf die Ernährung geachtet. Das hat sich im Laufe der Zeit durch meine Arbeit als Dokumentarfilmerin geändert. Ich arbeite für große Umweltorganisationen auf der ganzen Welt. Ich will meine Zuschauer wachrütteln, ihnen aufzeigen, dass es so nicht weiter gehen kann, wie unsere Gesellschaft mit den verbliebenen Ressourcen umgeht. Konsequenterweise bezieht sich dieses Umdenken dann auch auf die Ernährung. Ich kaufe nur noch Nahrungsmittel aus ökologischem Anbau und entsprechend der Jahreszeit. Supermärkte meide ich. Lieber gehe ich zum kleinen Gemüsestand um die Ecke. Erdbeeren oder Kirschen aus Südafrika im Winter – das ist, wenn man darüber nachdenkt, doch absurd.“

Wie lebt es sich mit dem Namen Rockefeller? „Die wenigsten Menschen erkennen uns, da wir nur äußerst selten in der Presse auftauchen. Wenn wir reisen, oder in Hotels einchecken, dann immer unter anderen Namen. Das gibt uns Anonymität und Sicherheit. Nur wenn wir irgendwo auf der Welt in letzter Minute noch Karten für eine restlos ausverkaufte Oper möchten, nutzten wir den Namen doch mal beim Concierge“ erklärt sie mir schmunzelnd. …

… mit Susan Rockefeller

… mit Susan Rockefeller

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